Reihe oder freistehend fragt @viviennas.written.dream beim heutigen #autorentalkamfreitag und beim Hauskauf war das ja überhaupt keine Diskussion: ciao tschüss, Wand-an-Wand-Nachbarschaft, jetz wird aufgedreht Bei Büchern hingegen genau das Gegenteil, rückt raus eure verheerend einschüchternden Endlos-Reihen, Einzelband is für Supermarktkasse
Ich les derzeit mit Abercrombie, Sanderson, Erikson usw. fast ein Dutzend Backstein-Fantasy-Reihen parallel und auch früher schon war ich mit Mankell, Weis/Hickman, Wolle Hohlbein oder Superhelden-Comics eher der Serie zugetan.
Als Autor… auch Meine frühkindliche Indiana Jones-Persiflage-Eskapade „Don Moskito“ zählte noch vor vollendeter Schullaufbahn fünf Teile und ein Christmas Special
, meine Teenie-High Fantasy-Chronik „Die Lundkanzel Sagen“ war als nie vollendetes Sextett geplant, mein (bisher nie erwähntes
) YA-Piraten-Magie-Adventure „Valleron“ war auf zehn Bände ausgelegt. Aktuell sind „Die Zwei gespaltenen Räume“ und anschließend „Die Verträge von Hierroshai“ unmissverständlich auf Weitfächerung gepolt. Fazit: ich hab wohl schon immer mit Mehrteiligkeit geprotzt, wäre nur schöner gewesen, wenn irgendwas davon auch mal die Ziellinie erblickt hädde
Natürlich spricht aber auch nüscht gegen ne one-and-done-Story. Mit Jonathan Safran Foers „Extrem laut und unglaublich nah“, Yann Martels „Schiffbruch mit Tiger“ oder Jonathan Franzens „Die Korrekturen“ sind drei meiner Allzeit-prägendsten Leseerlebnisse in sich abgeschlossene Geschichten. Vielbändigkeit ist keine unbedingt zu erfüllende Pflicht und birgt ihre Risiken sowohl aus Schreibersicht in der (Ver)Planung, wie auch aus Leserperspektive, Stichwort ellenlanges Commitment und mit ein bisschen Pech kommen ewige Wartezeiten oder womöglich nie ein Ende Der Saft sollte bekömmlich und wiederverzehrbar sein, und das über einen laaaangen Zeitraum hinweg, den man bereit sein muss, ins Schreiben und/oder Lesen zu investieren, um ne Reihe zu bewältigen. Aber wenn’s lohnt, dann lohnt’s
Freaky Friday, cool kids



