„Lieber Percival, wir ham da ein Problem.“ …
„Wirklich? 🥺 Ist es die Übersexualisierung von Schuluniformen?“ 🫣 …
„Nein. Obwohl, ja, doch, das auch. Aber darum geht es nicht.“
Was der liebe Percival und ich meinen, ist: es gibt da ein Problem mit den sozialen Medien, und zwar eines, das sich in zwei gegensätzlichen Extremen ausdrückt. Infantilisierung und Guruisierung. Einerseits wird alles immer dümmer. Bücher haben „zu viele Wörter“, zu lange Absätze, Backstory interessiert nich, Hauptsache snappy Dialoge und Spice, gimme my fuckin Dopaminboost 😤

 

Und obwohl Bücher und Geschichten scheinbar gar nicht mehr gut und gut durchdacht sein müssen stehen rund ums Schreiben überall die Gurus mit ihren Kursen und Fortbildungen, damit man sich für teuer Geld in irgendwas zertifizieren lassen kann. Und ist man DANN gut, sechs Dutzend Seminare später? 🤔 Auch nicht zwingend, aber der Guru ist reicher 😜 Leute, was weiß ich, aber was ist eigentlich los? Wissen wir alle nicht mehr, wie lesen und schreiben geht, seit Social Media und verkümmerte Aufmerksamkeitsspannen regieren? Können wir alle aus uns selbst heraus nichts mehr, solange das nicht irgendne ihrerseits zwielichtig qualifizierte Person abgesegnet hat? 😐

 

„Jeremy, was sind eigentlich DEINE Qualifikationen als Hörbuchsprecher?“, könnte man fragen, da auch das ein Bereich ist, wo es von allen Seiten schallt: das macht man nicht „einfach so“ und schon gar nicht ohne Kurse, Seminare, Geld, ohhh ups, ähhhh ja, doch, GELD! Und wisst ihr was? Ich hab nichts davon 🤷‍♂️😆 Nie ein Sprachtraining gehabt, nie ne Sprecherschule besucht, nüscht. Und das sagt NICHTS darüber aus, ob ich das gut mache oder nicht. Und das wir uns nicht falsch verstehen: es ist grundsätzlich GUT, das Peeps mit Meriten ihr Wissen und Können weitergeben. Aber darf man von diesen Meriten nicht mehr erwarten als: „ich behaupte das in den sozialen Medien“? 🤔 Ach, keine Ahnung. Mich nerven diese Strömungen alle gleichermaßen. Hier die Infantilen, da die Gurus. Wo die Mitte? Wo die „I just do my shit because I can“-Cracker? Oder geht’s darum überhaupt gar nicht mehr? Possibly not. Und für weitere Differenzierung geht hier grad der Platz au….

Weitere Blogposts

KI Das K steht nicht für Kunst

KI: Das K steht nicht für Kunst

2021 dachte ich wirklich, im „goldenen Zeitalter“ des Veröffentlichens zurück ins literarische Schreiben eingestiegen zu sein. Nach Mitte der jungfräulichen 2000er hatte…

Weiterlesen »
Listen to me Hörbücher

Listen to me: Hörbücher

„Hörbücher sind nicht mein Ding“, sprach der Sprecher. Das war schon immer so und wird sich auch nicht mehr ändern und so bleibt es auch meine Antwort auf…

Weiterlesen »

Deine Meinung?

0 0 Bewertungen
Beitragsbewertung
guest
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet