Aufgeben?, fragt der heutige #autor_innensonntag und klar, müssen wir uns nüscht vormachen, es gibt schon so ne handvoll Szenarien, da musste dir um den Standort des nächsten Pinkelhäuschens dann auch keine Gedanken mehr machen. Lass einfach laufen, Willie Aber hier geht’s ums Schreiben, hab ich gehört, und da seh ich nen Unterschied zwischen dem negativ konnotierten „Aufgeben“ und dem völlig legitimen Seinlassen von Dingen, die keinen Bock mehr machen. Ob umstandsbedingt oder aus einem selbst heraus.
Das sind weniger die ganzen Unannehmlichkeiten, die mit dem Schreiben kommen können, wie Selbstzweifel (warum auch immer man die haben sollte), Absagen, böses Feedback, technische Schwierigkeiten, die Steuer oder ausbleibende Verkäufe und sonstige Enttäuschungen. Fuck all that. Das gehört dazu, lasst es von vornherein bleiben, wenn ihr damit nicht klar kommt Nee, Seinlassen sollte man alles, was einen in the first place vom Schreiben abhält. Doom Scrolling auf Social Media. Ausflüchte, Ausreden und sonstige Ambivalenzen, die Tastatur unberührt zu lassen. Quit the quitting, do your shit, worüber reden wir hier überhaupt
Was weiß ich, es gibt keine Gründe, das Schreiben aufzugeben, solange es einem Spaß macht und man es bestenfalls sogar kann. Und selbst wenn nicht, auch dann ist es nicht an Kräften von außen, es euch verleiden zu wollen. Arbeitet dran, schleift dran, poliert, veredelt. Lasst sein, was euch auf diesem Wege nicht gut tut. Ignoriert alles und jeden Einfluss, der mit antikonstruktiver Grätzigkeit nichts zu eurem Progress beizutragen hat und lasst euch stattdessen inspirieren von Künstler:innen, die eure persönlichen Masterclass-Könner, Vorbilder und Lehrer sind. Und die auch durchgezogen haben. Dann sollte Aufgeben sowieso überhaupt nicht in Frage kommen Feinen Sonntach gewünscht, cool kids



