Cool kids. Ich hab in den frühen 1990ern mit dem Schreiben angefangen. Weil ich mit “Highlander 2” nicht zufrieden war und ne bessere Fortsetzung schreiben wollte. Hätte eh nur Einen geben sollen 🤷‍♂️😆 Ende der 90er hab ich mein zweites Buch vollendet, in den frühen 2000ern meine ersten Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften gehabt. Da ergaben sich dann auch schön fruchtbare Kontakte mit anderen Autoren, Verlegern und Lektoren…

 

Das alles ist länger her, als manch einer alt ist, der einem heutzutage übers Autorsein sonstwas erzählen will. Ganz ehrlich: käme es durch einen kosmischen Unfall zustande, dass ich innerhalb der letzten fünf Jahre mit dem Schreiben angefangen hätte (Gruß an die Pandemie-Poeten 😉😄) … ich wäre ungelogen komplett wahnsinnig geworden 🤪 Und hätte es wahrscheinlich sehr bald wieder bleibengelassen. Für meinen tatsächlichen Weg muss ich rückblickend wohl brachial dankbar sein, denn der hat es mir erlaubt, natürlich und gesund als Schreiberling in meine Autorenidentität zu wachsen.

 

Meine Lehrmeister waren Margaret Weis und Tracy Hickman, Jonathan Franzen und Jonathan Safran Foer, Henning Mankell und ein bisschen Stephen King. BÜCHER, um es allgemeiner zu sagen. Und nicht Shittakes, Rage Bait, Genörgel und schlauschwätzige Absolutismen in den sozialen Medien. Die Lektoren beispielsweise, mit denen ich gearbeitet habe, besaßen Reputation und Referenz, zwanzig, dreißig, vierzig Jahre in der Branche unterwegs, viele Enthusiasten und Idealisten, manche davon ein bisschen knorrig – aber immer neugierig, immer näher am “mich interessiert, warum du es SO gemacht hast” als am “das solltest du SO schonmal gar nicht machen”.

 

Allgemein denke ich, wir sollten mehr MIT UNSEREM SCHREIBEN sagen, als uns darüber wund zu diskutieren, wie wir es anstellen. Inhalte diskutieren. Uns mit Aussagen auseinandersetzen. Den offensichtlichen und den hidden meanings. Neugierig und offen bleiben für Wege und Stil-Manierismen. Weniger rumzetern, welche Wörter, Textformate, grammatikalischen Konstrukte und Schriftarten unverzeihliche No Goes sind 🙄 Nur würde da wohl einigen verflucht schnell klar werden, dass sie eigentlich verdammt wenig zu sagen haben 🫢

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